Beispiele aus der IrrtumkisteSportlerriegel sind die ideale Nahrungsergänzung!Der Energie- und Nährstoffgehalt dieser Produkte schwankt sehr stark. Ein Blick auf die Zusammensetzung hilft hier oft weiter. Bei einem Energiegehalt von über 600 kcal stammen bei manchen Riegeln 50% der Kalorien aus Fett. Der Eiweißgehalt und der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist vielfach unnötig hoch . Greifen Sie lieber zwischendurch zu dem natürlichsten Riegel, den wir kennen: der Banane! Mehr Fleisch lässt die Muskeln wachsen!Dem menschlichen Körper ist es ziemlich egal, woher er sein Eiweiß bekommt. Durch die geschickte Kombination verschiedener Lebensmittel kann man die Eiweißqualität (biologische Wertigkeit) steigern. Beispiele hierzu finden Sie in dem Kapitel Die Energielieferanten. Selbst Vegetariern gelingt es mühelos, ihren Proteinbedarf zu decken. In den Industrieländern ist Eiweißmangel selten ein Thema. Häufig werden schon in der Normalbevölkerung mehr Proteine als nötig verzehrt. Im Sport kann es durch die oft konsumierten Eiweißriegel und -drinks zu einer Überbelastung der Nieren kommen, da sich die Bildung harnpflichtiger Substanzen durch den Verzehr erhöht. Fleisch macht dick!Je nachdem, welche Teile vom Tier verwendet werden, gibt es magere und fette Teile. Schweineschinken z .B. ist in vielen Varianten erhältlich. Insgesamt sollte man immer das ganze Gericht betrachten:
Nudeln machen dick!Das stimmt nicht! Nudeln liefern durch ihren hohen Anteil an Kohlenhydraten einen guten Beitrag zur Energieversorgung im Sport. Wer keine Vollkornnudeln mag, kann ohne schlechtes Gewissen auf eifreie Nudeln (75g KH/100g Rohware) zurückgreifen oder Vollkornnudeln mit hellen Nudeln mischen. Achten Sie lieber darauf, welche Saucen Sie dazu essen, denn häufig sind es genau diese (z.B. Sahnesauce), die den Kohl fett machen. Rezepte für fettarme Saucen finden Sie im Kapitel Rezepte. Abends essen macht dick!Wissenschaftliche Studien die sich bisher mit dieser Problematik auseinandersetzen, können diese Aussage nicht bestätigen. Es kommt darauf an, wie viel man isst und nicht, wann man isst. Interessant hierzu sind Untersuchungen an muslimischen Bevölkerungsgruppen während des Ramadan. Es entscheidet allein die über den gesamten Tag zugeführte Energie. Hier gilt natürlich: Ist über längere Zeit der Input höher als der Output, muss der Gürtel weiter geschnallt werden. Lightprodukte machen schlank!Untersuchungen hierzu haben ergeben, dass den meisten Personen, die solche Produkte verwenden, insgesamt keine Kalorieneinsparung gelingt. Der Grund liegt darin, dass sie ihre Süßigkeiten nicht durch Lightprodukte ersetzen, sondern letztere zusätzlich essen. Kalorien, die durch extrem fettreduzierte Lebensmittel eingespart werden, werden häufig unbewusst durch ein mehr an Kohlenhydraten und Eiweiß aus anderen Lebensmitteln kompensiert. Wirft man einen Blick über den großen Teich könnte man meinen, je mehr Lightprodukte die Menschen essen, desto dicker werden sie. Süßstoff hilft beim Abnehmen!Durch die Verwendung von Süßstoff spart man wenige Kalorien ein. Allerdings hat die Sache einen biochemisch-physiologischen Haken: Die Süße spielt dem Körper vor, dass Zucker aufgenommen wurde. Die Bauchspeicheldrüse schüttet folglich Insulin aus, das den Blutzuckerspiegel regulieren soll. Der angekündigte Zucker wurde aber gar nicht aufgenommen. Also wird der noch vorhandene Blutzucker verarbeitet, was zur Folge hat, dass der Zuckerspiegel abfällt. Der Körper signalisiert jetzt Heißhunger!, um den Verlust wieder auszugleichen. Gewichtsverlust: schnell ist gut!Wer schon öfter Diäten gemacht hat, weiß, wie schwer es ist, Gewicht zu verlieren und vor allen Dingen, das niedrige Gewicht zu halten. Für den Körper stellt eine geringe Energiezufuhr eine Notsituation dar, auf die er mit einer Absenkung des Grundumsatzes reagiert. Die aufgenommene Nahrung wird höchstmöglich verwertet und der Appetit gesteigert. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Waage schon bald nach einer Diät das Ausgangsgewicht und vielleicht mehr anzeigt. Ein paar Kilo zu viel entstehen in der Regel nicht innerhalb von wenigen Tagen. Daher sollte jedem, der abnehmen möchte klar sein, dass man Versprechungen wie z.B. -20 Pfund in drei Tagen- keinen Glauben schenken darf. Grundsätzlich gilt zwar: Energiezufuhr sinkt = Gewicht sinkt. Aber zu schnelles Abnehmen durch Crash- und Wunderdiäten kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Das Gewicht steigt rasch wieder an (Jo-Jo-Effekt) und nicht selten ist ein Verlust von Muskelmasse festzustellen. Solche Diäten können zu Herzrhythmusstörungen bis zum Herzinfarkt führen. Die Leberfunktionen und der Elektrolytehaushalt werden gestört. Es ist also ratsam, Körpergewicht langsam abzubauen (Lebensumstellung erforderlich), damit sich der gesamte Organismus darauf einstellen kann. Fettersatzstoffe sind unbedenklich!Fett ist der Energieträger mit der höchsten Energiedichte (ca. 9 kcal/1g Fett). Daneben liefert es aber auch die lebensnotwendigen essentiellen Fettsäuren und fettlöslichen Vitamine. Der Austausch von Fett durch Fettersatzprodukte ist in vielerlei Hinsicht bedenklich:
Essen Sie einfach öfter Lebensmittel, die von Natur aus fettarm sind, wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte und schon sparen Sie eine Menge Fett ein (siehe Austauschtabelle). Appetitzügler und Fettblocker müssen sein!Der Markt wurde in den letzten Jahren überschwemmt von Produkten, die eine rasche Gewichtsabnahme versprechen - gegen viel Geld versteht sich. Dabei helfen diese Mittelchen auf keinen Fall ohne die langfristige Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Neben der Tatsache, dass man durch die Einnahme auf Dauer seinen Körper und seinen Geldbeutel schädigt, sollte jeder überlegen, ob es Sinn macht, alle Probleme mit Medikamenten zu bekämpfen. Ballaststoffe sind nur Ballast!Ballaststoffe sind keineswegs nur als überflüssiger Ballast anzusehen. Sie sind pflanzliche Gerüststoffe, die der Körper nur teilweise oder gar nicht verdauen kann. Es gibt lösliche und unlösliche Ballaststoffe, die für uns viele nützliche Funktionen erfüllen. Obst und Gemüse sind reich an löslichen Ballaststoffen, Vollkorngetreide dagegen enthält viele unlösliche Ballaststoffe.
Cholesterin ist böse!Cholesterin (richtig: Cholesterol) wird oftmals zu unrecht verteufelt. Rund 130 - 150g beträgt die Gesamtmenge an Cholesterin im menschlichen Körper. Es ist in jeder Körperzelle zu finden. Der Organismus scheidet täglich ca. ein Gramm in Form von Gallensäuren aus. Dementsprechend muss eine adäquate Menge nachgeliefert werden (Wahrburg/Assmann 1999).
Brauner Zucker ist gesünder als weißer!Brauner Zucker wird unterschiedlich hergestellt. Entweder überzieht man weißen Rübenzucker mit braunem Farbstoff (Zuckercouleur) oder etwas Zuckerrohrmelasse oder der Zucker wird in der Raffination nicht ausreichend von der Melasse befreit. Weiterhin besteht die Möglichkeit, braunen Zucker aus abgepresstem Zuckerrohrsaft zu gewinnen. Von einem nennenswerten Mineralstoffgehalt kann aber nicht die Rede sein. Honig, die süße Alternative?Dieses Naturprodukt besteht zu ca. 81% aus Kohlenhydraten und zu 18% aus Wasser. Der Rest entfällt hauptsächlich auf Mineralstoffe. Zudem finden sich geringe Mengen Fett, Eiweiß, Vitamine und Enzyme im Honig. Sie sind aber im Hinblick auf die Verzehrsmenge zu vernachlässigen. Fructose und Glucose stellen den Hauptanteil bei den Zuckern dar, er beträgt z.B. bei Blütenhonig 65 - 75%. Honig weist den Vorteil auf, dass aufgrund seines Aromas eine sparsame Verwendung und damit generell eine Zuckereinsparung möglich ist.
Brot und Brötchen – frisch vom Bäcker?Seit ein paar Jahren sieht man sie überall, gläserne Backöfen direkt im Verkaufsraum der Bäckereien und Supermärkte. Verkauft wird die Ware oft noch ofenwarm und scheinbar ganz frisch. In den meisten Fällen handelt es sich aber leider um tiefgekühlte, vorgebackene Teige. Damit die Qualität konstant bleibt und sich das Gebäck rasch und gut aufbacken lässt, werden häufig zusätzliche Backmittel verwendet. Kaufen Sie Ihr Brot lieber beim Biobäcker oder –laden. Backen Sie ab und zu selber (z.B. Kastenbrot), das erfordert nicht viel Zeit und Sie können mischen, je nach Lust und Laune und Geschmack. Unverarbeitete Lebensmittel sind gesünder!Verarbeitete Lebensmittel können ebenso wertvoll sein, wie verarbeitete Lebensmittel, z.B.: Vollkornbrot, Vollkornreis oder Kartoffeln. In vielen Fällen stellt die Verarbeitung von Lebensmitteln keine Wertminderung dar, sondern bewirkt die Verzehrtauglichkeit. Es hat also durchaus seine Vorteile, Lebensmittel zu erhitzen oder zu verarbeiten (nach Wahrburg, 2003)
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