Fast FoodUnter Fast Food versteht man Essen, welches für den schnellen Verzehr zubereitet wird. Bei der Zubereitung und Darreichung wird bewusst auf traditionelle Essensriten verzichtet, oft werden Fertigprodukte verwendet. Fast Food wird selten in herkömmlichen Gastlokalen angeboten, meist wird es im Stehen oder Gehen verzehrt. Jeder kennt die Frage an der Döner-Bude ‚Einpacken oder auf die Hand?’ Viele Schnellrestaurants bieten keine Sitzplätze, weil dann auch eine Toilette zur Verfügung stehen muss. Außerdem kann so der Umsatz gesteigert werden, da Gäste, die stehend essen, nicht lange bleiben. Die Nahrungsaufnahme steht im Vordergrund. Die meisten Fastfood-Gerichte werden in Fabriken vorproduziert und konserviert. Der Fast Food-Markt ist heiß umkämpft. Die großen Ketten versuchen, mit aufwendigen Marketingkampagnen (‚Alles für 1,00 Euro’ den Umsatz zu steigern und vor allem junge Menschen in die Fast Food-Läden zu locken. Die Auswahl ist in der Regel auf wenige Produkte reduziert und standardisiert, der Kunde kann oft anhand von Abbildungen wählen. Man braucht also im schlimmsten Fall für seine Bestellung nicht einmal mehr lesen zu können. Ähnliche Essgewohnheiten haben auch zuhause Einzug gefunden: Mikrowelle anstatt Herd, unterschiedliche Fertigmenüs anstelle von gemeinsamen Mahlzeiten (www.wikipedia.org). Im Rahmen einer Umfrage wurden im Oktober 2004 via Internet 14.000 Verbraucher in den USA, in Europa und in Ostasien befragt. Die Studie gelangte u.a. zu folgenden Ergebnissen (Hierbei ist zu beachten, dass Umfragen im Internet nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung erreichen, und somit nicht repräsentativ sind.):
Es verhält sich hier wie mit den Rauchern<//a>. Die wissen in der Regel auch, dass rauchen ungesund ist, lassen es aber trotzdem nicht sein. Ein typisches Merkmal für Fast Food-Gerichte der großen Ketten sind die variierbaren Zusammenstellungen. Die einzelnen Gerichte werden in relativ kleinen Portionen angeboten, so dass der Kunde viele verschiedene Gerichte wählen kann. Die großen Fast Food-Ketten werben mit sog. Menüs, wobei man, wenn man kleinlich ist, zugeben muss, dass hier der Begriff ‚Menü’ falsch ausgelegt wird. Ein Menü ist eine sinnvolle Aneinanderreihung von Speisen. Man beginnt mit leichten Happen und arbeitet sich zu den gehaltvolleren Gerichten durch. Die Speisen in Fast Food-Ketten sind meistens alle gehaltvoll und werden auf einmal auf das Plastiktablett gepackt. Zur Herstellung von Teigwaren wird fast ausschließlich weißes Mehl verwendet, dessen Vitamin- und Mineralstoffgehalt sehr gering ist. In Imbissbuden werden die Speisen zum Aufwärmen häufig frittiert, was zusätzliche Kalorien mitbringt. Die Dressings für die Salat werden meistens nicht selber hergestellt sondern kommen aus dem Eimer, sie enthalten oft Konservierungsstoffe. Kleingeschnittenes Gemüse, das zu lange lagert, verliert Vitamine, so dass auch Salate aus der Imbißbude selten dazu beitragen, die Vitaminzufuhr nennenswert zu verbessern. Fast Food-Produkte sind zum großen Teil sehr fett, salzig oder süß. Zum Frittieren werden oft minderwertige Fette benutzt, die nicht regelmäßig ausgewechselt werden. Diesem Umstand verdankt Fastfood die Bezeichnung Junkfood (Junk engl. = Müll, minderwertige Ware). Fast Food-Gerichte enthalten meist große Fleischanteile (z.B. Hamburger und Currywurst). Wir empfehlen dagegen, Fleisch nur in geringen Mengen und in guter Qualität zu essen (s.o.). Fast Food bietet eine hohe Energiedichte, leider mit einem geringen Mineralstoff- und Vitamingehalt. Auch die Ballaststoffe muss man bei Fast Food-Angeboten mit der Lupe suchen. Häufiger Genuss birgt daher viele gesundheitlichen Risiken wie z.B. Übergewicht, Diabetes Typ 2 oder Nahrungsmittelallergien bzw. allgemeine Allergien durch unbekannte Zusätze. Das Hauptproblem ist aber meistens eine einseitige Ernährung, wenn Menschen z.B. einen zu großen Anteil ihrer Nahrung in Form von Fastfood aufnehmen bzw. sich generell einseitig ernähren. Wer nur Obst isst, lebt auf Dauer auch nicht gesund. Wer dann noch einen Blick auf die Zusatzstoffe riskiert, wird reichlich belohnt, z.B. mit künstlichen Farbstoffen, Aromen, Geschmacksverstärkern, Triebmitteln und Konservierungsmitteln. Deren Aufgabe ist es, die Sinne darüber hinwegzutäuschen, dass die Speisen als Massenware vom Fliesband kommen. Neben dem Aspekt, dass zu viel Fast Food ungesund ist, gibt es weitere Minuspunkte:
Wen wir nun davon überzeugen konnten, öfter wieder langsamer zu essen, der kann sich unter www.slowfood.de Ideen dazu holen oder sogar Mitglied werden. Slowfood ist eine Organisation, die sich für ursprünglichen Genuss, gesunde Ernährung und Vielfalt beim Essen einsetzt. Gegründet wurde Slowfood in den 80er Jahren in Italien. Mittlerweile hat sich diese Gegenbewegung auch in vielen anderen Ländern etabliert. |